|
Vierer Spitze und Nachwuchsarbeit
„Exquisa Oberbayern“ formiert sich zur Mannschaft
Exquisa in der Landesliga
Anfang des Jahres hatten die Turner des alten Teams von „Exquisa Amper Würm“ beschlossen, die jungen Turner von Unterhaching, Mühldorf und Weilheim in ihre Mannschaft aufzunehmen und so den oberbayerischen Nachwuchsturnern eine Plattform für anspruchsvolles Turnen in der dritten Bundesliga zu bieten. Mit dem Beginn der Landesligasaison stand nun die neue Mannschaftsformation auf dem Prüfstand, jetzt turnten die jüngsten und ältesten Turnern in einer zweiten Mannschaft auch in der Landesliga. Unter dem neuen Namen „Exquisa Oberbayern“ traten sie erstmals in die Öffentlichkeit. Bei der Premiere im ersten Wettkampf Anfang Juli turnten unter der Führung der alten Hasen Uli Ernst und Jens Krüger die drei Weilheimer Jungs Sergej Gerassimov, Daniel Hütter und Fabian Klause. Hinter der starken Konkurrenz des TSV Jetzendorf und der zweiten Mannschaften der KTV Ries und der TG Allgäu erkämpften sie sich ein hervorragenden vierten Platz.
Die Rückrunde der Landesliga stand am 8. Juli auf dem Programm. Die „Senioren“ waren verhindert, daher mussten die jüngeren Turner der Stammmannschaft das Team auffüllen. Christoph Schwaiger vom TSV Unterhaching, der am Samstag noch als Kampfrichter im Dienste der „Mehrkämpfer“ stand, war am Sonntag erstmals und für ihn überraschend mit seinen 21 Lebensjahren der Dienstälteste und trug damit die Kapitänsbinde der zweiten Mannschaft. Gemeinsam mit Sebastien Mathieu vom TuS Fürstenfeldbruck - der als Allrounder einmal mehr die „Bank“ der Mannschaft darstellte - hatte er die Aufgabe die Leistungen des vergangenen Wochenendes zu wiederholen. Diese Herausforderung gelang auch einstweilen sehr gut. Michael Bastier vom TSV Unterhaching turnte nach seinem Comeback im letzten Jahr nun seinen ersten 6-Kampf inklusive einer grandiosen Übung am Seitpferd. Fabian Klause brillierte am Reck und Michael Rettenmaier (beide TSV Weilheim) beeindruckte als jüngster und zugleich stärkster Nachwuchsturner ebenfalls mit einem vollständigen 6-Kampf. Die Summe nach Boden, Seitpferd, Ringe, Sprung, Barren und Reck wies einen deutlichen Sieg der Exquisas aus. Aufgrund eines „Formfehlers“, sprich: Die Mappe mit den Startpässen lag nicht vor, wurde das Ergebnis jedoch nur „außer Konkurrenz“ gewertet, so dass der Sieg zwar im Kopf, aber nicht auf dem Papier steht. Schade, aber damit sind dennoch die ersten Mauern auf den gelegten Grundstein gebaut und „Exquisa Oberbayern“ kann gut fokussiert auf die im Herbst kommende Regionalliga hintrainieren.
Exquisa bei den Bayerischen Mehrkampfmeisterschaften
Bayerische Mehrkampfmeisterschaften in Burgkirchen-Gendorf - da wurde an Geräten geturnt, aber zum Wettkampf gehörten auch Leichtathletik und Schwimmen. Obgleich schon über 30 Jahre alt, stellte sich Günter Schulmayr wieder in der Klasse der Aktiven (Männer 19+) im Jahn-9-Kampf. Seine Turnübungen gelangen ihm gut, die Werte in der Leichtathletik „passten“ und so, waren die Disziplinen im Schwimmen und Turmspringen nur noch ein Heimspiel für ihn. Als großer und schlanker Sportler wirken seine geschraubten Salti sehr elegant, so dass die Kampfrichter hohe B-Wertungen zogen und kein anderer Konkurrent ihm das Wasser reichen konnte. Damit ging die erste Goldmedaille an die Exquisas. Im deutschen 8-Kampf traten Uli Ernst und Alex Giebhardt in der Klasse der Aktiven (Männer 19+) und Jens Krüger in der Klasse Männer 30+ an. Giebhardt und Ernst waren in ihrem Wettkampf eine Klasse für sich. Die Konkurrenz war weit abgeschlagen, doch die zwei Exquisas lieferten sich ein Kopf an Kopf rennen. Alex Giebhardt, als der bessere Turner, beeindruckte wieder mit seinen „Ellgriff-Elementen“ am Reck und konnte so den turnerischen Teil des Wettkampfes für sich entscheiden. Im zweiten Wettkampfteil ging’s auf die Leichtathletikanlage (Weitsprung, 100m-Lauf, Kugelstoßen und Schleuderballwurf). Mit einem gewaltigen Wurf über 57m entschied Uli Ernst den Wettkampf dann doch für sich. Gold und Silber waren auch in diesem Wettkampf gesichert. Als einsamer Kämpfer trat Jens Krüger ohne Konkurrenz an. Damit war die Goldmedaille zwar ein Spaziergang, aber Jens schenkte sich nichts. Nach halbwegs überwundenen Schulterproblemen war der Wettkampf ohnehin ein Prüfstein und so freuten ihn die gezeigten Leistungen umso mehr. Hätte man ihn in die Klasse der Aktiven eingerechnet, so hätte er neben Ernst und Giebhardt das Treppchen als dritter aufgefüllt.
Nun, die Deutschen Meisterschaften können kommen, denn die „Exquisas“ sind fit!
Klaus Schneider
|
|